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Die Schlüsselrolle des AirFlowFloor bei Koppert Cress

Geschrieben von Erfgoed | 02.06.2026 14:26:54

Koppert Cress züchtet in Monster, Südholland, seit vielen Jahren einzigartige und schmackhafte Kressen, essbare Blumen und andere Mikrogemüse. In den modernen Gärtnereien des Unternehmens stehen Innovation, Nachhaltigkeit und Qualität im Mittelpunkt. In seinem neuesten Gewächshaus hat sich Koppert Cress bewusst für eine innovative Lösung von ErfGoed entschieden: den AirFlowBoden.

Dieser belüftete Anzuchtboden kombiniert Luftaufbereitung mit Heizung und Kühlung in einem integrierten System und passt damit perfekt zu der Art und Weise, wie Koppert Cress seine Anzucht und Energieversorgung organisiert hat.

Innovation als Ausgangspunkt

Bei Koppert Cress spielt die Technik eine wichtige Rolle bei der Realisierung eines stabilen und zukunftssicheren Anbauprozesses. Bart van Meurs, zuständig für technische Innovation, ist eng in die Entscheidungen über neue Systeme und Anlagen eingebunden.

Er umreißt die Grundlage ihres Ansatzes: "Licht, Temperatur, Feuchtigkeit, Bewässerung, Nährstoffe und CO₂ müssen im Gleichgewicht sein. Letztlich geht es darum, ein stabiles Ökosystem zu schaffen, in dem die Pflanzen gesund und vital wachsen können."

Nutzung der Restwärme mit dem AirFlowBoden

Bei Koppert Cress ist Nachhaltigkeit fest in den Betriebsabläufen verankert. Das Ziel ist klar: ein Anbau ohne fossile Brennstoffe. Deshalb nutzt das Unternehmen unter anderem Wärmespeicher und Erdwärme.

"In einem anderen Gewächshaus nutzen wir hochwertige Wärme, aber der Rückfluss davon ist eigentlich noch gut nutzbar. Es stellte sich also die Frage, wie diese Restwärme wiederverwendet werden kann". sagt Bart.

Der AirFlowBoden bietet hier eine Lösung für Koppert Cress. Bart erklärt: "Wir bringen diese Restwärme jetzt in den AirFlowBoden. Durch die Kombination von Fußbodenheizung und Luftströmung wird die Nutzung dieser Restwärme maximiert. Die Luft, die über Wärmetauscher an der Fußbodenheizung vorbeiströmt, nimmt Wärme auf. Dadurch können wir die Restwärme noch weiter abkühlen, wir erhalten die maximale Effizienz aus unserem Erdwärmeanschluss und die erwärmte Luft gelangt direkt zu den Pflanzen."

Genau hier liegt laut Bart ein großer Vorteil: Energie, die sonst verloren ginge, wird im Anbauprozess wiederverwendet.

Flexibilität in einem vielseitigen Anbaubetrieb

Koppert Cress baut eine breite Palette von Produkten an, von Kresse bis hin zu essbaren Blättern, Blüten und Knospen. Diese Produkte werden auf unterschiedliche Weise angebaut, z. B. auf Rinnen, auf Tischen, hängend und auf dem Boden.

Diese Vielfalt erfordert Flexibilität bei der Gestaltung des Gewächshauses und bei den verwendeten technischen Systemen. Der AirFlowBoden steht im Einklang mit diesen Anforderungen. Luftaufbereitung und Heizung sind vollständig in den Boden integriert, ohne das Gewächshausdesign oder die Anbaumethoden zu beeinträchtigen.

Das System ist daher im Gewächshaus kaum sichtbar. Dennoch spielt es eine zentrale Rolle für das Klima unter und um die Pflanzen. Die Luft wird vom Boden aus gleichmäßig verteilt, wodurch im gesamten Gewächshaus ein einheitliches Mikroklima entsteht.

Ein stabiles Mikroklima in der Nähe der Pflanzen

Einer der wichtigsten Effekte des AirFlowBodens ist sein direkter Einfluss auf das Mikroklima um die Pflanzen herum. Durch kontrollierte Luftströme wird die Luft gleichmäßig zugeführt. Dies trägt zu einer besseren Kontrolle von Temperatur, Feuchtigkeit und CO₂ bei. Anstelle von Schwankungen wird ein stabileres Klima geschaffen, und zwar genau in der Höhe der Pflanzen.

Die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit ist dabei eine entscheidende Komponente. "Mit diesem System können wir trockene Außenluft zuführen und die Temperatur genau steuern. Selbst im Winter kann kalte Außenluft, wenn sie erwärmt wird, viel Feuchtigkeit aufnehmen. So können wir die Luftfeuchtigkeit auf einfache Weise besser kontrollieren", betont Bart. "Ein weiterer Vorteil ist, dass man keine Fenster oder Bildschirme öffnen muss, um das Klima zu kontrollieren.

Auch die CO2-Verwaltung wird mit dem AirFlowBoden einfacher. Wo dies traditionell über Rohre oder Schläuche erfolgt, wird das CO2 nun in den Luftstrom vom Boden aus einbezogen. Das sorgt für eine gleichmäßige Verteilung im Gewächshaus und bringt es genau dorthin, wo die Pflanzen es gebrauchen können.

Vom Versuch zur Praxis

Die Zusammenarbeit zwischen Koppert Cress und ErfGoed begann bereits in einem frühen Stadium. ErfGoed hatte einen laufenden Versuch in seinem eigenen Testgewächshaus. Ein nächster Schritt wurde in "De Broeikas" der Abteilung Q festgelegt.

In dieser Pilotumgebung wurde eine verbesserte Version des Systems in größerem Maßstab angewandt und ausgiebig in der Praxis getestet. Diese Phase bot Raum für Experimente, Optimierungen und die Beseitigung von Engpässen, bevor das System in größerem Maßstab eingeführt wurde. Intensive Tests in einer kontrollierten Umgebung ermöglichten es, Kinderkrankheiten zu beheben und das System zu einer zuverlässigen Lösung weiterzuentwickeln.

Ein in der Ernte sichtbares Ergebnis

Nach mehreren Monaten des Einsatzes im neuen Gewächshaus ist das Fazit eindeutig. Das System funktioniert stabil und trägt zu einer gesunden und vitalen Ernte bei. Wenn man durch das Gewächshaus geht, fällt einem das Ergebnis ins Auge. Die Ernte sieht vital und gleichmäßig aus, mit einem klaren Gleichgewicht in Wachstum und Entwicklung.

"Ich würde sagen: Schauen Sie sich um und lassen Sie die Pflanze die Geschichte erzählen. Wir haben es hier mit einer Pflanze zu tun, die wunderbar gedeiht. Der AirFlowBoden spielt dabei eine Schlüsselrolle!" fasst Bart zusammen.